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Die zarte Babyhaut ist noch sehr empfindlich. Sie neigt zur Trockenheit und ist anfälliger gegenüber äußeren Reizen. Deshalb benötigt Babyhaut besonderen Schutz und eine sanfte und intensive Pflege.


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Special

Babyhautpflege

Stark trockene Haut und Neurodermitis



Eines der bedeutendsten Hautprobleme im Säuglingsalter hängt mit der noch nicht vollständig ausgereiften Barrierefunktion der Haut zusammen: die stark trockene Haut. Solange noch nicht ausreichende Mengen an Hautlipiden, die den Zusammenhalt der Hornzellen in der Hornschicht gewährleisten, gebildet werden, ist die Haut durchlässiger und kann Wasser weniger stark binden. Die Folgen sind ein erhöhter Feuchtigkeitsverlust, starke Trockenheit, raue und rissige Haut, die zu Juckreiz neigt.

Stark trockene Haut kann, wie auch der Milchschorf, ein Vorzeichen für Neurodermitis sein. Neurodermitis, auch als atopische Dermatitis bekannt, entwickelt sich zumeist nach dem dritten Lebensmonat und betrifft vor allem Kinder, die eine erbliche Veranlagung für allergische Erkrankungen besitzen. Sie zeigt sich in Form von roten, häufig schuppenden oder auch nässenden Hautstellen, auf denen sich mitunter kleine Bläschen bilden, die stark jucken. Zunächst treten diese Ekzeme vorwiegend im Gesicht auf den Wangen auf. Mit zunehmendem Alter lokalisieren sie sich hauptsächlich an den Gelenken und Streckseiten der Arme und Beine sowie der Halsfalte.

Behandlung: Basispflege und Therapie

Neurodermitis ist eine Hautkrankheit, die einer ärztlichen Behandlung bedarf. Sie ist nicht heilbar, doch eine konsequente Therapie und Basispflege der Haut lindern die Symptome und verhindern eine Verschlimmerung. Der Arzt wird, abhängig vom Hautzustand und Erkrankungsgrad, eine Behandlung mit Cremes oder Salben einleiten, die den Fett- und Feuchtigkeitsgehalt der Haut erhöhen.
Symptome der Neurodermitis:
  • trockene, fettarme Haut
  • blasse, stellenweise rötliche Haut, die schuppt oder nässt
  • ausgeprägter Juckreiz
  • dunkle Schatten unter den Augen, doppelte Unterlidfalte
  • grobe Felderung der betroffenen Hautareale durch tiefe Furchen
  • weißer Dermographismus, d. h., kratzt man mit leichtem Druck über die Haut, so entstehen weiße Linien
 Am besten eignen sich zur Hautpflege pflanzenölhaltige Pflegecremes. Hier hat man nun die Auswahl zwischen Öl-in-Wasser-(O/W)-Emulsionen und Wasser-in-Öl- (W/O)-Emulsionen. Bei einer O/W-Emulsion sind Öltröpfchen in Wasser verteilt. Diese Art der Emulsion wird gerne verwendet, weil sie leicht in die Haut einzieht, leicht auftragbar ist und einen kühlenden Effekt hat. Deshalb werden Produkte, die auf einer O/W-Emulsion basieren, bevorzugt im Sommer verwendet. Außerdem mögen viele Neurodermitiker diese Eigenschaften, da sie etwas Linderung der juckreizgeplagten Haut verschaffen. W/O-Emulsionen hingegen haben die Wassertröpfchen im Öl verteilt, sie sind etwas zäher im Auftrag, ziehen auch nicht so schnell in die Haut ein und hinterlassen eher ein warmes, fettiges Hautgefühl. Diese Emulsionsart wird aus diesem Grund häufig im Winter verwendet. In der Regel haben die W/O-Emulsionen einen höheren Ölanteil als die O/W-Emulsionen und sind dadurch besonders geeignet, die Barrierefunktion der Haut zu stärken.

Im akuten Krankheitsschub kommen wirkstoffhaltige Cremes zum Einsatz, die zusätzlich stark entzündungshemmende und juckreizstillende Eigenschaften haben.

Bei den meisten Kindern klingen die Beschwerden bis zum Erwachsenenalter ab. Rund ein Viertel der Betroffenen leidet jedoch ein Leben lang unter unregelmäßig auftretenden, mal stärker, mal schwächer ausgeprägten Neurodermitisschüben.