Creme, Lotion oder Öl?

Was Babys Haut im Winter braucht

Bonn, 05.01.16 Gesunde Babyhaut muss nicht ständig eingecremt werden. In der kalten Jahreszeit ist sie jedoch durch den häufigen Wechsel von Kälte und trockener Heizungsluft ganz schön gefordert.  Damit sich die Kleinen wohl in ihrer Haut fühlen, braucht diese jetzt viel Aufmerksamkeit. Doch welches Pflegeprodukt ist in welcher Situation das richtige? Als Faustregel gilt: Bei Kälte braucht die Haut mehr Fett, im Warmen mehr Feuchtigkeit.

Cremes

Babycremes gibt es je nach Anwendungsgebiet mit sehr unterschiedlichem Fettgehalt. Wind- und Wettercremes sind besonders reichhaltig und weisen bis zu 70 Prozent Fett auf. Sie schützen unbedeckte Hautstellen wie Gesicht und Hände vor Kälte, Wind und Nässe und verhindern, dass sich bei Minusgraden Eiskristalle auf der Haut bilden. Die Lippen brauchen eine extra große Portion Fett. Sie verfügen über keine Talgdrüsen und werden daher bei Kälte leicht spröde und wund, vor allem bei Babys, die viel sabbern. Eine Lippenschutzcreme für Babys sollte extra viele pflanzliche Öle enthalten, die sich gut verteilen lassen. Die Pflege sollte außerdem besonders verträglich sein, für den Fall, dass das Baby durch das Ablecken Spuren davon herunterschluckt. Wenn die Haut nach dem Spaziergang noch längere Zeit gerötet oder rissig ist, hilft eine Gesichtscreme mit hautberuhigenden Zusätzen wie zum Beispiel Calendula. Im Gegensatz zur Wind- und Wettercreme sollte sie wenig Fett enthalten, weil die Haut andernfalls darunter schwitzen könnte.

Milk und Lotionen

Körperlotionen haben meist einen Fettanteil von bis zu 20 Prozent. So lassen sie sich leicht auf dem ganzen Körper verteilen und ziehen schnell ein. Aufgrund des hohen Wasseranteils sind sie als Kälteschutz für Gesicht und Hände nicht geeignet. Stattdessen helfen sie zum Beispiel nach einem wohligen Bad dabei, den Fett-Feuchtigkeitshaushalt der Haut rasch auszugleichen. Vor allem Babys, die zu rauer, rissiger oder schuppiger Haut neigen, profitieren davon.  

Babyöl

Babyöl eignet sich alternativ zur Babymilk, um das Eincremen nach dem Baden mit einer wohltuenden Babymassage zu verbinden. Da das Öl am ganzen Körper aufgetragen wird, ist die Zusammensetzung besonders wichtig. Keinesfalls sollte Oliven- oder anderes Pflanzenöl aus dem Küchenregal für die Babymassage zweckentfremdet werden. Denn selbst hochwertige Bio-Speiseöle sind unraffiniert, also ungereinigt, und enthalten Substanzen, die beim Kochen erwünscht, für die Babyhautpflege aber ungeeignet sind. Sehr babyfreundlich sind hingegen raffiniertes Sonnenblumen- oder Mandelöl sowie Sheabutter, wie sie in vielen Babyölen enthalten sind. Für alle Babypflegeprodukte gilt: Mineralöle, Konservierungs- und Farbstoffe sowie allergieverdächtige Duftstoffe sollten ausdrücklich nicht auf der Zutatenliste stehen.     

Ausführliche Informationen zur Hautpflege bei Babys, zu den Besonderheiten der Babyhaut und den wichtigsten Hauterkrankungen bei Säuglingen enthält die Broschüre „Babys Haut gesund pflegen“. Sie ist kostenfrei und kann übers Internet oder postalisch angefordert werden kann: DHA e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn, www.dha-hautpflege.de/infomaterial.html.