DHA begrüßt Initiative des Bundesumweltministeriums

Fachpersonal soll Sonnenstudios sicherer machen

Bonn, 25.01.11 Die Deutsche Haut- und Allergiehilfe begrüßt eine Initiative des Bundesumweltministeriums, nach der das Sonnen unter künstlicher UV-Strahlung sicherer werden soll. Nach einem neuen Verordnungsentwurf1 sollen die Betreiber von Sonnenstudios unter anderem dazu verpflichtet werden, geschultes Personal zur Aufklärung und Beratung der Solariennutzer anzustellen. Ein unkontrolliertes Sonnenbaden in Selbstbedienungs-Solarien soll dann nicht mehr möglich sein. Hintergrund der Initiative ist die drastische Zunahme von Hautkrebserkrankungen in Deutschland in den letzten Jahren.

Immer mehr Menschen erkranken an Hautkrebs. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) treten jedes Jahr weltweit zwei bis drei Millionen neue Fälle von hellem Hautkrebs und mehr als 130.000 neue Fälle des malignen Melanoms (schwarzer Hautkrebs) auf. In Deutschland erkranken jährlich etwa 15.800 Menschen am malignen Melanom. Als wichtigster Risikofaktor gilt ein unvernünftiger Umgang mit UV-Strahlung aus künstlichen Quellen und Sonnenlicht. Gerade im Winter, wenn die Haut sonnenentwöhnt ist, kann ein Übermaß an UV-Strahlung gefährlich werden: „Noch immer ist vielen Menschen nicht bewusst, dass übertriebenes Sonnenbaden und häufige Besuche im Solarium Hautkrebs verursachen können“, beklagt Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. „Das Solarienverbot für unter 18Jährige seit 2009 war ein erster wichtiger Schritt zur Verbesserung des allgemeinen Hautschutzes. Höhere Sicherheitsstandards und fachkundige Beratung für alle Solariennutzer setzen dieses Bemühen konsequent fort. Wir begrüßen den Verordnungsentwurf des Bundesumweltministeriums und hoffen, dass er gleichzeitig das Bewusstsein für das Gefahrenpotential von UV-Strahlung schärft.“

1Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit; Verordnung zum Schutz vor schädlichen Wirkungen künstlicher ultravioletter Strahlung (UV-Schutz-Verordnung, UVSV), 15.12.2010

http://www.bmu.de/strahlenschutz/downloads/17_legislaturperiode/doc/45808.php